Was ist E 415?

Xanthan als helles Pulver
Xanthan als helles Pulver Foto: Awkwafaba, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

E 415 ist die E-Nummer für Xanthan. Verdickungsmittel, das Bakterien (Xanthomonas campestris) durch Fermentation von Zucker bilden, etwa aus Mais oder Weizen. Es steckt zum Beispiel in Soßen, Dressings und glutenfreien Backwaren.

Wo wird E 415 am häufigsten verwendet?

Xanthan wird besonders oft in Salatdressings, Soßen und Fertiggerichten eingesetzt. In glutenfreien Backwaren übernimmt es einen Teil der Aufgabe des Klebereiweißes.

Wofür wird E 415 verwendet?

E 415 gehört zur Gruppe „Andere Zusatzstoffe“ und wird als Verdickungsmittel, Stabilisator eingesetzt.

  • Verdickungsmittel: Verdickungsmittel erhöhen die Zähflüssigkeit eines Lebensmittels.
  • Stabilisator: Stabilisatoren erhalten den physikalischen Zustand eines Lebensmittels, zum Beispiel eine gleichmäßige Mischung oder Farbe.

In welchen Lebensmitteln ist E 415 erlaubt?

Laut der Datenbank der Europäischen Kommission darf E 415 in 80 Lebensmittelkategorien und Unterkategorien verwendet werden, jeweils nur in bestimmten Produkten und meist mit Höchstmengen. Die Kategorien stammen aus diesen Bereichen:

  • Milchprodukte und Analoge
  • Fette und Öle sowie Fett- und Ölemulsionen
  • Speiseeis
  • Obst und Gemüse
  • Süßwaren
  • Getreide und Getreideprodukte
  • Backwaren
  • Fleisch
  • Fisch und Fischereiprodukte
  • Eier und Eiprodukte
  • Zuckerarten und Sirupe, Honig und Tafelsüßen
  • Salz, Gewürze, Suppen, Soßen, Salate und Eiweißprodukte
  • Lebensmittel für besondere Gruppen (Säuglinge, Kleinkinder, medizinische Zwecke)
  • Getränke
  • Verzehrfertige süße oder herzhafte Happen und Knabbereien
  • Dessertspeisen
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Verarbeitete Lebensmittel, die nicht in die Kategorien 1 bis 17 fallen

Ist E 415 vegan?

In der Regel ja: Der Stoff wird üblicherweise aus pflanzlichen, mineralischen oder synthetischen Ausgangsstoffen oder mit Mikroorganismen hergestellt. Sicherheit gibt im Einzelfall nur der Hersteller oder ein Vegan-Siegel.

Hat E 415 etwas mit Gentechnik zu tun?

Gentechnik: Kann aus Pflanzen gewonnen werden, von denen es gentechnisch veränderte Sorten gibt, etwa Soja, Mais, Raps oder Zuckerrüben. Stammt der Stoff aus einer GV-Pflanze, muss das in der EU auf dem Etikett stehen (Verordnung (EG) Nr. 1829/2003).

Gentechnik: Kann mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt werden, die gentechnisch verändert sein können. Wird ein Stoff nur mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt, verlangt das EU-Recht dafür keine Kennzeichnung.

Bei Lebensmitteln mit der Angabe „ohne Gentechnik“ und bei Bio-Lebensmitteln sind solche Stoffe aus oder durch gentechnisch veränderte Organismen grundsätzlich ausgeschlossen.

Wie steht E 415 auf dem Etikett?

In der Zutatenliste steht der Stoff mit seiner Funktion, gefolgt von der E-Nummer oder dem Namen, zum Beispiel „Verdickungsmittel: E 415“ oder „Verdickungsmittel: Xanthan“.

Quellen